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Grafikbranche
Work in Progress

Grafikbranche

Die Grafikbranche ändert sich. Welche Dynamiken gilt es zu beobachten.

Alles ändert.

Übersicht zur Veränderung

Die Kommunikationsbranche wächst. Insbesondere die Digitale. Früher war das Internet reine Information. Dann folgte mit Web 2.0. der Dialog – Heute sind wir daran ganze Dienstleistungen, Produkte und Arbeitsprozesse zu digitalisieren. Automation nennt sich dies auch. Oder Industrie 4.0.

Die Automation bringt visuelle Kommunikation mehr Gewicht. Viele dieser neuen digitalisierten Prozesse brauchen ein visuelles User Interface.

Gestalter*innen müssen sich mit ökonomischen Prozessen auskennen, damit sie ein passendes Design zu einer Dienstleistung oder eines Arbeitsprozesses machen können.

Automation, Industrie 4.0 oder Digitalisierung

Nebst der Erweiterung des Arbeitsfeldes für Gestalter*innen verändert die Technologie unsere Werkzeuge und unsere Arbeitsweisen.

Die neuen Arbeitsweisen bringen Möglichkeiten, welche die ganze Industrie verändert.

Die Digitalisierung verdrängt die Druckereien und mit ihr verschwinden viele Print-Anwendungen, welche früher fundamental wichtig waren.

Ein kurzer Abriss

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Cyberspace Ökonomie

MEHR Arbeit

Wenn alles digital ist und alles gestaltet werden muss, dann haben wir echt viel zu tun.

Es gibt viele Arbeitsprozesse, welche seit Jahrhunderten gleich waren und mit der Digitalisierung nun ganz neu gedacht werden. Beispielsweise der Verwaltung von Liegenschaften. Einzug, Auszug etc. Digital etwas ganz anderes als Analog.

Es gibt zwar schon gigantische Software-Lösungen wie jene von SAP, die riesige Prozesse eines Unternehmens abbilden und lenken. Doch viele Unternehmen benötigen eine spezifische, aus ihren Use Case zugeschnittene Lösung und in Zukunft wünscht man sich vielleicht eine grössere Diversität an Verwaltungs-Modularität, sodass dieser Bereich unternehmensspezifisch optimiert werden kann.

Als Gestalter*innen müssen wir nicht nur unser Handwerk beherrschen, sondern auch den Umgang mit diversen Prozessen lernen.

Unser Beitrag

Wenn wir digitale Prozesse für den User zu optimieren, ist es nicht nur ein ästhetischer, sondern durch die danach effizienteren Arbeitsprozesse, auch ein ökonomischer Nutzen.

Nicht umsonst gibt es Design Thinking Aspekte, die sich nur um Service Design drehen.

© SAP
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Arbeitsbereiche

ERP - Enterprise Resource Planning

Ganze Software Pakete die Unternehmen unterstützen, ihre Arbeit digital zu managen. Noch ist dieses Feld vollkommen in technischen Händen und viele Anwendungen schmerzen ästhetische Augen.

Sobald die Wertsteigerung einer guten UX erkannt wird. Werden diese teils hochkomplexen Systeme Arbeit für Gestalter*innen haben.

FinTech - Finanz Technologie

Ein anderer Sektor, der enorm stark die Digitalisierung nutzt, ist die Finanzindustrie. Auch hier ist die Ökonomie sowie die Technik den Gestalter*innen weit voraus.

Design Komplexität

Visuelle GEstaltung dehnt sich aus

Immer mehr Bereiche werden digitalisiert und demnach gestaltbar. Wir müssen dieser Komplexität mit skalierbaren Design Systemen begegnen.

Design System als Antwort

Viele Unternehmen haben unzählige digitale Arbeitsschritte in ihren Tagsablauf integriert. Nicht nur jene, welche von Aussen wahrgenommen werden, sondern auch interne Prozesse.

Corporate Design Manuals müssen sich auf diese «Brand-Experience» anpassen. Sie müssen die richtige Führung bieten und verschiedenste Bedürfnisse abdecken, um den stetig wandelnden Anforderungen gerecht zu werden.

Zu strikte Corporate Design Manuals, sind unbrauchbar.

Inhaltliche Komplexität

Die Komplexität der Materie verlangt eine Spezialisierung im Umgang mit anspruchsvollen Prozessen. Hier können im Moment nur Firmen mitarbeiten, welche genug Kapazität besitzen und Wert auf eine optimierte UX legen.

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asd

Während auf der einen Seite die Grafikbranche wächst, schrumpft ein essenzieller Teil in sich zusammen.

Print.

Print stirbt aus.

Die andere Seite

Die Grafikbranche wächst, aber der Druckindustrie geht es schlecht.

Zwischen 2005 und 2015 wurden in der Schweiz mehr als 50 % aller Druckerei-Stellen gestrichen. Das sind ca. 15'000 Arbeitsplätze.

Ein klares Zeichen, dass Print-Grafik nicht mehr die gleiche Relevanz hat.

Viele Printprodukte wird es auch in Zukunft geben. Verpackungen von Gütern, Fotobücher und Kleinplakate. Aber es wird zur Nische. Zeitungen rüsten sich auf eine papierlose Zeit und die Werbung wird immer digitaler.

Klar. Die Druckindustrie wird nicht ganz aussterben, aber gewaltig umgewandelt.

Print ist nicht direkt.

Aber warum?

Es gibt verschiedene Gründe für die schlechte Wirtschaftslage der Druckindustrie, nicht alle haben direkt mit der Digitalisierung zu tun.

Ein paar digitale Faktoren.

Messbarkeit digitaler Kommunikation

Online Werbung ist besser steuerbar. Sie kann spezifischer an die gewünschte Zielgruppe gebracht werden. So wird der Streuverlust kleiner. Dies ist Messbar und kann laufend optimiert werden.

Time to Market

Online Kommunikation ist viel schneller bei den Menschen als Print-Werbung. Plakate und Flyer müssen gedruckt, zu den Vertriebsstellen gebracht und verteilt werden. Dies dauert rasch 2-3 Wochen, während digitale Kommunikation innert Sekunden Online ist.

Budget

Verhältnismässig wirkt Online Werbung viel günstiger. Plakatwerbung kann gegenüber Facebook-Ads nicht mithalten. Insgesamt kann aber nicht einfach gesagt werden, Online Werbung ist günstiger. Für kleinere Werbe-Budgets lohnt sich  Online mehr als Print.

Direkter Nutzen

Online Kommunikation kann genutzt werden, um direkt mit Kunden in Kontakt zu kommen und sie sogleich zum Kaufabschluss zu bewegen, dies finden viele Unternehmen attraktiv und setzen ihr Marketing-Budget so ein.

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Links

Von der Spinne zum Seestern.

Mit der Digitalisierung ändern auch die Unternehmensstrukturen.

Unternehmensstrukturen

Wir arbeiten neu

Der Wandel von zentralen, geschlossenen hin zu dezentralen, offenen Organisationen.

Die Arbeitswelt der Grafikbranche ändert. Digitales Unternehmertum setzt immer mehr auf kleine selbstverantwortliche Teams und Prozesse.

Agile Entwicklung

Komplexe Software benötigt eine modulare, flexible Herangehensweise. Was für Projekt-Team gilt, gilt auch für Unternehmensstrukturen.

Aus diesem agilen Entwicklungsumfeld sind passende Unternehmensstrukturen gewachsen.

Holacracy & Co.

Neue Hierarchie-Strukturen für Unternehmen, wie z. B. Holacracy bringen mehr Eigenverantwortung in Teams (Kreise) und Menschen. Diese Dezentralisierung innerhalb eines Unternehmens ermöglicht es, schneller auf den Markt zu reagieren und gleichzeitig Menschen mehr Kompetenz in ihrer Entscheidung und ihrem Arbeitsprozess zu geben.

© Holacracy One

Arbeitssituationen

Arbeitsmodelle

Unsere Arbeit kann je nach Arbeitsumfeld unterschiedlich aussehen.

Digitale Nomaden

Im Grunde sind viele Arbeiter*innen der IT-Branche «Digitale Nomaden». Durchschnittlich wechseln Menschen alle 24 Monate ihren Arbeitgeber. Die Implikation dessen ist vielen nicht bewusst.

Viele Expert*innen können als Freelancer in Agenturen oder direkt beim Kunden arbeiten. Sie sind Freischaffend und können Ortsunabhängig ihre Arbeit anbieten.

InHouse

In grösseren Firmen werden immer mehr Kommunikation, Design und Entwicklungsabteilungen eröffnet um möglichst direkt diese Dienstleistung ohne Agentur lösen zu müssen.

Hierzu werden Fach-Expert*innen für einzelne Projekte hinzugezogen. Freischaffende, auf Freelance Basis oder Menschen aus Agenturen mittels Bodyleasing.

Outsourcing

Zum einen werden in grösseren Firmen immer mehr Kommunikation, Design und Entwicklungsabteilungen eröffnet, zum anderen werden Projekte gerne ausgelagert (Outsourcing) und dort umgesetzt, wo der arbeitende Mensch weniger kostet.

Outsourcing an Agenturen mit ihren Standbeinen in anderen Ländern, mit anderen Lohnniveaus. Outsourcing ins Ausland heisst auch «Near Shoring» und «Off Shoring»

Aus Schweizer Sicht ist «Near Shoring» Deutschland, Balkan, und Osteuropa und «Offshoring» meist in Indien.

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Web-Industrie

Als Webdesigner*in ist man eingebettet in ein sich stetig änderndes System. Die Berufsbezeichnungen wandeln genauso wie die Team-Prozesse oder Unternehmensstrukturen. Ganz zu schweigen von der Grafikbranche die total umgekrempelt wird.

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