Das Netz ist nicht nur Informationsraum, sondern eine riesige Rohstoffquelle für Daten geworden.

Google Index, Plattformen und kollektives Wissen

Das Internet als Datenquelle

Suchmaschinen und Social-Media-Plattformen sammeln, ordnen und gewichten enorme Mengen menschlicher Inhalte und Interaktionen.

Ein grosser Teil von Big Data entsteht im offenen und halb-offenen Internet. Webseiten werden indexiert, Inhalte verlinkt, Suchanfragen gespeichert, Posts kommentiert, Videos angesehen, Likes verteilt und Verbindungen zwischen Menschen, Themen und Interessen laufend neu berechnet.

Suchmaschinen wie Google strukturieren einen grossen Teil des öffentlich zugänglichen Webs. Grosse Plattformen wie YouTube, Instagram, TikTok, Facebook, LinkedIn oder X sammeln zusätzlich gewaltige Mengen an Verhaltensdaten. So entstehen Datenräume, die oft als Sammlung des Wissens der Menschheit beschrieben werden – mit allen Chancen und Risiken.

Die Chance liegt im Zugang: Wissen wird auffindbar, auswertbar und kombinierbar. Das Risiko liegt in der Machtkonzentration: Wenige Akteure kontrollieren grosse Teile dieser Infrastruktur, ihrer Priorisierung und ihrer kommerziellen Verwertung.

Für Gestalter:innen ist das entscheidend. Denn viele digitale Produkte stehen heute in Beziehung zu diesen grossen Datenökosystemen – sei es über Suche, Social Media, Empfehlungssysteme oder KI-Modelle.

Schlüsselgedanke: Wer das Web indexiert und Plattformen betreibt, sammelt nicht nur Daten – sondern prägt Sichtbarkeit, Aufmerksamkeit und Wissen.

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