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Berufe
Work in Progress

Berufe

Die Digitalisierung der Kommunikationsbranche brachte eine Unzahl an Berufsbezeichnungen hervor. Ein Versuch, etwas Klarheit in den Bezeichnung-Dschungel zu bringen.
Vielschichtig

Berufsfelder

Um Webseiten zu erstellen, gibt es eine Unzahl an Berufsfelder, die mitwirken können. Alle haben ihre Relevanz.

Um so grösser ein Projektbudget, je mehr Spezialisten auf den jeweiligen Gebieten können eingesetzt werden und um so kleiner das Budget je mehr sind Generalisten von Vorteil.

Spezialist*innen

In ihrem Gebiet sind sie herausragend, gerade weil sie soviel Effort und Tiefe durch ihren Fokus auf ihrem Gebiet erreichen.

Generalist*innen

Sind überall einsetzbar, meist jedoch sind ihre jeweiligen Einsätze nicht mit der Qualität eines Spezialisten zu vergleichen.

T-ist*innen

Aus Team- oder Projektplanungssicht wünscht man sich T-ist*innen. Also Menschen, die auf einem Gebiet sehr fundiert sind, aber gleichzeitig ein Basis-Wissen in der Breite aufweisen.

In der interdisziplinären Welt einer*s Webdesigner*in ist es fast ein Muss ein*e T-ist*in zu sein.

Aber es gibt kein besser oder schlechter. Der richtige Einsatz ist entscheidend.

Kreis Diagramm mit neun Kreisen die übereinander gelagert sind. Jeder Kreis steht für einen Arbeitsgebiet (Leitung, Beratung & Research, Marketing, Kreation, Design, Entwicklung, Motion, Content, Infrastruktur).
© Webdesign Essentials
Kreis Diagramm mit neun Kreisen die übereinander gelagert sind. Jeder Kreis steht für einen Arbeitsgebiet (Leitung, Beratung & Research, Marketing, Kreation, Design, Entwicklung, Motion, Content, Infrastruktur).
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Karriereleiter

Qualifikationen & Erfahrung

Für viele Jobs kommt man um die Kategorisierung seiner Qualifikation sowie seiner Erfahrung nicht herum.

Qualifikation (Akademisch)

Je nach Beruf gibt es unterschiedliche akademische Titel, die erreicht werden können. Je nach Karriereplanung ist dies extrem- bis irrelevant.

Ein Abschluss bestätigt eine Expertise auf einem Gebiet, sowie das Grundverständnis über die wissenschaftlich korrekte Herangehensweise zu einem Problem.

Erfahrung (Business)

Meist wird nur in Junior und Senior unterschieden, doch auch das Mid ist eine wichtige Station innerhalb der Karriereleiter.

Juniors haben oft Seniors als Mentoren. Seniors demnach auch Personalverantwortung.

Wieviele Jahre man in den jeweiligen Bezeichnungen verweilt ist sehr unterschiedlich.

Matrix aus akademischer Qualifikation (Autodidakt bis Professor) und Berufserfahrung (Praktikant bis Senior)
© Webdesign Essentials
Matrix aus akademischer Qualifikation (Autodidakt bis Professor) und Berufserfahrung (Praktikant bis Senior)
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Die Matrix aus beiden Kategorisierungen zeigt eine grosse Bandbreite von Abstufungen. Diese widerspiegeln sich in Lohn & Verantwortung.

Selbstständig?

Mentoring

Nebst der Qualifikation und Erfahrung aus einem oder mehreren Berufsfeldern kommt noch die Mentoren-Komponente dazu.

Es gibt drei weitere Kategorien, welche über alle Berufe hinweg als Referenz dienen, sein Können auf einem Gebiet zu eruieren.

«Ich kann...»

Ausführung (Level 1)

A: Einfache Arbeiten Selbstständig ausführen

B: Komplexe Arbeiten Selbständig ausführen

Kreation (Level 2)

A: Einfache Arbeiten kreieren und planen

B: Komplexe Arbeiten kreieren und planen

Anleitung (Level 3)

A: Einfache Arbeiten anleiten und kontrollieren

B: Komplexe Arbeiten anleiten und kontrollieren

Kreislauf der Mentoring-Qualität von einfacher Ausführung über die Kreation hin zur Anleitung einer Arbeit.
© Webdesign Essentials
Kreislauf der Mentoring-Qualität von einfacher Ausführung über die Kreation hin zur Anleitung einer Arbeit.
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Erst wenn man etwas weitergeben kann, hat man wirklich verstanden.

-

Erzähle mir und ich vergesse.
Zeige mir und ich erinnere.
Lass mich tun und ich verstehe.

Konfuzius

Das KV unter den Gestaltungsberufen

Grafiker*in

Grafiker*innen gestalten mit Bild und Textmaterial visuelle Layouts. Meist geschieht dies in einem Auftragsverhältnis für kommerzielle Zwecke.

Mit visuellen Gestaltungsmitteln lenken sie die öffentliche Aufmerksamkeit auf eine Idee, ein Produkt oder ein Unternehmen.

Die Medien für diese Layouts sind unterschiedlich und mit der Digitalisierung wurde der mediale Arbeitsbereich grösser.

So ist es schwierig zu wissen, in welchem Gebiet ein*e Grafiker*in seine Vertiefung hat. Jedes Medium, ob Print oder Digital benötigt ein fundiertes Wissen über dessen Eigenschaften.

Nebst den Medien unterscheidet sich auch die Expertise anhand verschiedener Kommunikationsprodukte. Von Corporate Design, Signaletik, Verpackungsdesign oder Editorial hin zu Webdesign.

Der Begriff ist durch die sich wandelnde Branche sehr schwammig geworden.

Kreisdiagramm der Bereiche die Grafiker*innen kennen müssen. Medium, Marketing, Ästhetik, Werkzeuge, Produkte, Techniken.
© Webdesign Essentials
Kreisdiagramm der Bereiche die Grafiker*innen kennen müssen. Medium, Marketing, Ästhetik, Werkzeuge, Produkte, Techniken.
Der Klassiker

Webdesigner*in

Der Begriff ist etwas in die Jahre gekommen. In Theorie ist er aber noch immer sehr präzise.

Webdesigner*innen gestalten Webseiten. Dabei steht die Designästhetik (UI) sowie die Kommunikation (UX) im Zentrum. Aber viele Webdesigner*innen sind FrontEnd-Entwickler*innen oder haben einen technischen Hintergrund.

So ist es nicht ganz klar, welche Berufsbezeichnung was macht.

© Webdesign Essentials
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Webdesigner sind

UX/UI-Designer*in

UX (User Experience) sowie UI (User Interface) Designer*innen gestalten digitale Oberflächen.

Die Namen ändern mit neuen Technologien und Arbeitsprozessen, sowie aus ökonomischen Gründen. Im Grunde ist der essenzielle Punkt «Design» ob Web-, Graphic-, Digital-, Interaction, oder eben UX/UI-Designer*in spielt keine riesige Rolle.

Alle Berufe müssen die «neue» digitalen Medien kennen. Die Interfaces (Devices) sowie den Umgang mit den Technologien (HTML/CSS/JS) und dies ästhetisch wie Inhaltlich adäquat umsetzen.

asd
© Flux
asd
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Kreation & Architektur

UX-Designer*in

UX (User Experience - Benutzer*innen Erfahrung) fokussiert auf den Menschen. Im UX-Design wird nach Human Centered Design Prinzipien gearbeitet.

Dabei werden die Inhalte Strukturiert (Informations-Architektur), mittels User-Stories die Prozesse (Funktionalität) definiert und mit Prototypen (Wireframes, Designs) mit User getestet und so die Umsetzung vorbereitet und begleitet.

Dabei benötigt man Wissen aus der Psychologie, Sprache, Neurowissenschaften, Data-Science, Informatik und Graphic-Design. Somit haben UX-Designer*innen auch sehr unterschiedliche Ausbildungen hinter sich.

Die Popularität von Design Thinking und UX als Schlachtwort der Digitalisierung führt dazu, dass viele Quereinsteiger*innen und Autodidakt*innen, UX-Designer*innen werden.

Dies auch, weil Ausbildungen in der volatilen Web-Branche immer mit ihren Begriffen hinter- oder vorher schwimmen.

Zudem wird, durch die nähe zur visuellen Gestaltung, durch den Begriff «Design» sowie im Arbeitsprozess selbst, die Auslegung der Arbeitsaufgaben unterschiedlich definiert.

UX-Design klar zu Kategorisieren ist durch diese Übernutzung des Begriffes und den Auslegungen sehr schwammig.

FrontEnd-Developer

FrontEnd Entwickler*in

Programmiert mit HTML, CSS und Javascript und setzt so die Inhalte für den Client/User Device um.

Dabei ist es ein fliessender Arbeitsbereich von Design hin zur Serverseitigen Entwicklung. Ein*e FrontEnd-Entwickler*in spezialisiert sich dabei meist auf entweder den visuellen oder den applikatorischen Teil der Tätigkeiten.

Ein FrontEnd Developer und FrontEnd Engineer unterscheidet mehr durch seine Ausbildungsklassifikation als durch seinen Arbeitsalltag.

Engineers haben meistens die passende Hochschul-Ausbildung während ein FrontEnd Developer auch Autodidakt sein kann.

Kreisdiagramm mit verschiedenen Arbeitsbereichen der FrontEnd Entwicklung. Visual-Design, Interaction, Animation, Motion, Kompatibilität, Update/Live, Security und Applikation.
© Webdesign Essentials
Kreisdiagramm mit verschiedenen Arbeitsbereichen der FrontEnd Entwicklung. Visual-Design, Interaction, Animation, Motion, Kompatibilität, Update/Live, Security und Applikation.
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Backend Developer

BackEnd Entwickler*in

Arbeiten mit Serverseitigen Programmiersprachen und bauen die Funktionalität einer Webseite/Applikation.

Klassische BackEnd arbeiten ist der Aufbau und Unterhalt von Datenbanken und CMS Systemen sowie innerhalb oder ausserhalb davon entwickelten Applikationen für eine spezifische Funktionalität.

Die Arbeit eines BackEnd Programmierer sieht man vor allem dann, wenn es nicht funktioniert.

Meisten spezialisiert sich ein*e BackEnd-Entwickler*in auf eine Hauptsprache. Sei dies Python, PHP, .Net sowie ein CMS-Framework wie Django, Drupal, oder z.B. SiteCore welches dazu passt.

Wer die FrontEnd-Files mit den BackEnd-Files verknüpft ist je nach Person, Kompetenz und Unternehmen unterschiedlich.

© Treehouse
Die Eierlegende Wollmilchsau

Full-Stack Entwickler*in

Wer sich im FrontEnd wie BackEnd gut auskennt oder zumindest Teile von beiden beherrscht kann sich auch Full-Stack-Developer nennen.

Full-Stack heisst soviel, wie den ganzen Stapel. Ein*e Entwickler*in die*der alle Programmierarbeiten auf Server- sowie Clientseite anfallen, alleine machen kann.

Der Begriff Stack kommt von dem Technologie-Stapel «Lamp-Stack» oder «Mean-Stack».

In vielen kleineren Werbe-/Webagenturen sind solche Person gern gesehen, wenn sie sich nicht bereits selbstständig gemacht haben.

© Coding Blonde
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Links

Stacks

Und wo sind wir?

Gestalter*innen

Visuelle Gestalter*innen sind ein zentrales Bindeglied innerhalb des komplexen Prozesses einer Webentwicklung. Sie machen den Inhalt sichtbar und die Funktion verständlich.

Gestalter*innen sind diplomatische Dolmetscher*innen

Sie müssen aus den verfügbaren Ressourcen die bestmögliche Übersetzung zwischen Endkunde und Produkt erstellen. Dabei müssen sie die Brücke zwischen Mensch und Maschine schlagen.

Gestalter*innen sind Politiker*innen

Sie müssen viele Entscheidungen treffen, ohne alle Daten und Inhalte zu kennen. Bespielsweise Layouts erstellen ohne die endgültigen Inhalte oder Funktionen und Prozesse visualisieren ohne diese Prozesse selbst programmieren zu können.

Gestalter*innen sind Dirigent*innen

Sie müssen alle Anforderungen und Bedingungen aufeinander abstimmen und ein harmonisches ganzes schaffen.

© NNGroup
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Gutes Design ist die ästhetische Argumentation gegenüber den tangierenden Arbeitsbereichen von Marketing, Ökonomie, Techink, Kommunikation, Psychologie, Soziologie. 

Ziel ist eine intersubjektive, ausbalancierte Übereinstimmung aller relevanten Facetten.

Prozessorientiert

Berufe über Berufe

Die Auswahl an Berufsbezeichnungen ist enorm.

Dabei kann man sich ein Webprojekt als Verlauf vorstellen, bei dem jede Berufsbezeichnung einen gewissen Teil abdeckt. Je nach Projekt und Team ergibt dies eine andere Abdeckung dieses Verlaufs.

Dabei sollten die Bereiche sich soweit überlappen, dass die Arbeit gut übergeben werden kann, ohne dass unnötige Doppelspurigkeit entstehen.

© NNgroup
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Berufe in der Übersicht

Unzählige Berufsbezeichnungen gibt es im Bereich Webdesign. Hier eine unvollständige Liste. Aber sie kann helfen, gewisse Misch-Berufsbezeichnungen besser zu verstehen.

Projektleitung

PROJEKTLEITER*IN

Ein Mensch der die Verantwortung über den Arbeitsprozess eines Projektes hat. Termin, Abnahmen & Koordination.

TEAMLEITER*IN

Ein Mensch der die Personalverantwortung über ein Team hat. Meist eine Abteilung mit einer Expertise (UX-Departement oder FrontEnd Departement).

SCRUM MASTER

Hat die Verantwortung das der Projektverlauf nach Scrum bestmöglich funktioniert. Ähnlich wie ein Projektleiter versucht er sein Team so zu unterstützen, dass die Arbeit gelingt. Er*Sie ist aber Coach und nicht Vorgesetze*r.

KANBAN «TRAINER»

Unterstützt ein Kanban Team ihre Arbeit bestmöglich erledigen zu können. (Im Grunde organisiert sich ein Kanban Team selbst. Kanban gibt keine Rollen vor.)

AGILE COACH

Unterstützt ein Team bestmöglich entweder nach Scrum, Kanban oder einer anderen agilen Arbeitsmethodik ihre Arbeit zu erledigen. Der Fokus geht von Leitung zum Coach. Also beratend und unterstützend als bestimmend.

WEBMASTER*IN

Ein älterer Begriff für eine Person, die zuständig ist eine Webseite zu unterhalten. Nebst dem Aktualisieren von Inhalten (welche die Person erhält oder selber kreiert) muss diese Person schauen, dass die Webseite funktioniert und neue Module oder andere Überarbeitungen durchgeführt werden. Er hat Kurations-, Kreations- wie auch Projektleitungsaufgaben.

IT MANAGER*IN

IT steht für Informationstechnik und ihr Management ist eine Stabsstelle, welche alle Prozesse innerhalb eines Unternehmens, das mit IT zu tun hat koordiniert. Also Welche Tools, welche Dienste, welche Hardware etc. wie und wo zu Einsatz kommt um bestmöglich für Kunde und Unternehmen zu funktionieren.

Kreation & Research

CREATIVE DIRECTOR (CD)

Die Verantwortung über die Idee und die Absicht und Umsetzung dieser Schöpfung. Ein*e CD hat z.T. Team-Leitungsfunktion oder Personalverantwortung aber immer die Verantwortung über das visuelle sowie inhaltliche Produkt. In Agenturen mit vielen CDs gibt es noch den CCO, der*die Chief Creative Officer welche*r über allen anderen CDs steht. Meist ist ein CD oder CCO in der Teil der Geschäftsleitung einer Agentur.

ART DIRECTOR (AD)

Ein*e AD hat die Verantwortung über den visuellen Stil sowie die Umsetzung einer Gestaltungs-Produktion. Er*Sie ist dem*der CD unterstellt und leitet ein Gestaltungsteam.

COPYWRITER/TEXTER

Ein*e Texter*in hat die Verantwortung über die Sprache. Sie*er arbeitet eng mit dem CD sowie AD zusammen. Oder ist je nach Agentur zugleich CD. Dabei werden nicht alle Texte aber meist die relevanten Texte, Titel, Claims und Headlines von dieser Person erstellt.

APPLICATION ARCHITECT / TECHNICAL AUTHOR / SYSTEM ENGINEER

Die Kreation einer Applikation oder einer Webseite mit einer komplexen Funktionalität gehört in den Aufgabenbereich. Dabei Wird die Software-Blaupause kreiert. Mittels Flow-Charts oder anderen Techniken wird das theoretische Gerüst für die Umsetzung definiert.

REQUIREMENTS ENGINEER

Für grössere Webprojekte oder Applikationen benötigt man jemand der die Anforderungen für dieses Projekt definiert, überprüft und Lösungswege vorbereitet. Sehr ähnlich wie ein Application Architect definiert er die funktionale Logik eines Projektes vor der eigentlichen Umsetzung.

DATA SCIENTIST

Ein*e Data Scientist ermittelt Wissen aus Daten. Dabei handelt es sich oft um grosse Datensätze, welche analysiert werden oder aufgebaut und gesammelt werden um sie danach auswerten zu können. Die Auswertungen dienen oftmals als Entscheidungsgrundlagen für Unternehmen oder Applikationen.

INFORMATION ARCHITECT (I.A.)

Ein*e I.A. erstellt eine Informationslogik passend zum Projekt auf. Dabei wird die Hierarchie sowie die Sprache und Komplexitätslevel auf den Nutzen abgestimmt. Nebst der Sitemap und dem Inhaltsgerüst erstellt ein*e I.A. auch Wireframes und Prototypen.

UX ARCHITECT

Im Grunde ist ein*e I.A. sehr nahe bei*m UX-Architekt*in. Sie sind für den gleichen Arbeitsschritt zuständig. Inhaltsstrukturierung einer Webseite. Definieren einer Hierarchie sowie der Priorisierung von Inhalten. Das UX impliziert mehr Fokus auf einen Human Centered Design Approach als ein*e I.A.

Beratung & Research

KUNDENBERATER*IN

Zuständig für die Festlegung/Beratung einer Strategie (fürs Web) mit dem Kunden. Er*sie ist die Ansprechperson für Kunden innerhalb eines Projektes. Er Vertritt auch die Meinung und Wünsche eines Kunden im Projektteam und ist somit ein wichtiges Bindeglied zwischen den beiden Parteien.

Key Account Manager*in

Ein*e Kundenberater*in welche*r eine langjährige Beziehung zum Kunden pflegt, damit über die einzelnen Projekte hinweg die Kommunikation bestmöglich fliessen kann. Er*Sie ist die Hauptansprechperson und somit Schnittstelle auf oberster Etage zwischen Agentur und Kunde.

CONSULTANT / BERATER*IN

Berater*innen ist ein vielschichtiger Beruf. Von Beratungsfirmen aber auch Agenturen sind sie sehr nahe am Kunden. Dabei beraten sie in ihrer jeweiligen Expertise einen Kunden und müssen daher nicht zwingend als Bindeglied zwischen Kunde und Projektteam fungieren.

UX RESEARCHER / UX ANALYST

Human Centered Design basiert auf Evidenz. Diese Beweise werden erforscht. Also mittels Umfragen, Audits, Analysen etc. So könne bereits im Vorfeld eines Projektes wichtige Stossrichtungen definiert werden.

SEO SPECIALIST

Um in Webprojekten richtig zu beraten, müssen auch Suchmaschinen-Optimierungs-Expert*innen beigezogen werden. Dabei wird aus sprachlicher (Semantischer) wie aus technischer Sicht die Webseite analysiert und/oder geplant um gewünschten Optimierungen durchführen zu können.

(BIG) DATA SCIENTIST

Daten sind das neue Gold. All diese Datenpunkte müssen aber richtig eingesetzt werden. Hierzu arbeiten Data Scientists mit mathematischen, statistischen oder anderen Methoden um aus einer chaotischen Unzahl von Daten die richtigen Strukturen zu definieren oder diese richtig zu interpretieren.

CUSTOMER EXPERIENCE (UX) MANAGER

Er*Sie verwaltet für einen Brand (Unternehmen/Produkt) die gesamte Palette von Berührungspunkten zwischen Kunde und Brand. Dabei versucht er*sie für seine Hauptzielgruppe (Customer) die Erfahrung (Experience) stetig zu optimieren, damit der Brand mehr Umsatz macht.

Marketing

LEITER*IN KOMMUNIKATION

Verantwortliche Stelle in einem Unternehmen für alle Kommunikationsmassnahmen, sowohl interne wie auch externe Kommunikation. Er*Sie erstellt eine Kommunikations-Strategie und kontrolliert dessen Umsetzung. Marketing ist Teil der Kommunikation.

MARKETING MANAGER*IN

Zuständig für die Planung, Koordination und Umsetzung der Marketing Massnahmen. Je nach Aufteilung und Grösse des Unternehmens wird dabei zwischen Online, Offline, Print, Event unterschieden. Kann der Kommunikationsabteilung unterstellt sein.

ONLINE MARKETING MANAGER*IN

Zuständig für die Planung, Koordination und Umsetzung von Online Marketing Massnahmen. Dabei beinhalten Marketing-Kampagnen Massnahmen für Microsites, Webseiten-Teile, Social Media, E-Mail, Newsletter, Paid-Ads (Webbanner) oder Ad-Words.

SOCIAL MEDIA MARKETEER/MANAGER*IN

Zuständig für die Vermarktung via Social Media. (Auch Paid-Posts)

SOCIAL MEDIA MANAGER*IN

Zuständig für die Betreuung der verschiedenen Social Media Kanälen. Von der Inhaltskuration bis zu Werbekampagnen werden die Posts aufeinander abgestimmt.

EMAIL MARKETEER

Zuständig für den Newsletter Versand sowie den Massnahmenplan für mehr Abonnenten und die Inhaltsredaktion. Meist im Co-Team mit dem Online-Marketing.

ADS MANAGER (SEA+)

Zuständig für die Schaltung gezielter Ad-Kampagnen in den verschiedenen Ad-Portalen, welche die Ad-Words, Webbanner oder Posts verwalten.

AFFILIATE MARKETING MANAGER

Ähnlich wie ein*e Ads-Manager*in geht es um die Verwaltung der Werbemassnahmen auf den verschiedenen Kanälen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Koordinieren des Netzwerks aus Vertriebspartner (Affiliates) welche Webseiten, Banner-Portale, Plakat Stellen oder ähnliches anbieten, um dort Werbeplatz zu einzukaufen.

Content

CONTENT MANAGER*IN / WEB-ADMINISTRATOR*IN

Verantwortlich für den Inhalt einer Webseite. Meist geht es hier um den «echten» Inhalt und nicht um die Werbekampagnen-Inhalte.

ONLINE REDAKTEURIN

Entweder als Redakteur*in bei einer Zeitung/Online-Zeitung oder verantwortlich für die Inhaltlichen News eines Unternehmens.

MULTIMEDIA CONTENT EXPERT*IN

Nebst dem Schreiben von Artikel (Online) werden Bilder, Videos oder Animationen für die Vermarktung oder Kommunikation eines Unternehmens benötigt. Dies konzipiert, plant oder erstellt ein*e Multimedia Content Expert*in

COPYWRITER/TEXTER*IN

Schreibt kurze oder lange Texte in einer Agentur für dessen Kunden oder direkt bei einem Unternehmen selbst.

Design

GRAFIKER*IN / VISUAL DESIGNER*IN

Zuständig für die Umsetzung der visuellen Kommunikationsmassnahmen.

UX DESIGNER*IN

Zuständig für die Benutzererfahrung einer Webseite. UX-Designer*innen erstellen Customer Journeys und Personas um daraus eine Webseiten-Choreographie zu entwickeln die Usern eine positive Erfahrung (Experience) ermöglicht.

UX/UI DESIGNER

UX/UI = User Experience / User Interface. Zuständig für die visuelle, ästhetische Umsetzung sowie Entwicklung von Benutzererfahrungen auf Webseiten. UX/UI Designer*innen arbeiten nebst den traditionellen Designmethoden nach den Prinzipien des Human Centered Design und nutzen auch Evidenz basierte Gestaltungsmethoden.

INTERACTION DESIGNER

Die Zuständigkeit ist je nach Spezialisierung und Unternehmen unterschiedlich. Irgendwo zwischen programmierenden Grafiker*in und visueller FrontEnd-Entwickler*in.

WEB DESIGNER

Ein traditioneller Begriff für ein*e Grafiker*in, die Webseiten Gestaltet, aber auch für ein Programmierer, der eine Webseite umsetzt und somit keine visuelle Design-Praxis vorweist.

Motion

GAME DESIGNER*IN

Entwickelt Games. Entweder Full-Stack von der Konzeption über das Design bis hin zur Programmierung oder er*sie spezialisiert sich.

ANIMATION

Erarbeitet Bewegte Bilder. Von ganzen Trickfilmen bis zu kleinen Mikroanimationen für GIFs oder Webseiten Interaktionen.

MOTION DESIGNER

Erstellt bewegte Bilder, Videos oder animierte Effekte für Real-Film, Trickfilm oder Webprojekte.

Entwicklung

INFORMATIKER*IN/PROGRAMMIERER*IN

Wie der Begriff Grafiker ist diese Berufsbezeichnung sehr grob. Ein*e Informatiker*in entwickelt, erarbeitet, betreibt, testet Software/Applikationslösungen für verschiedene Anwendungen.

FRONT END ENTWICKLER*IN/DEVELOPER/ENGINEER

Zuständig für die visuelle sowie funktionale Umsetzung der «Client-Side» einer Webseite/Applikation.

BACK END ENTWICKLER*IN/DEVELOPER/ENGINEER

Zuständig für die funktionale Umsetzung der Server-Seitigen Applikationen.

FULLSTACK ENTWICKLER*IN/DEVELOPER/ENGINEER

Zuständig für Client/Frontend. sowie Server/Backend Aufgaben. Er*Sie erstellt im Grunde eine Webseite von A bis Z.

SOFTWARE ENGINEER/APPLIKATIONS ENTWICKLER*IN

Erstellt Applikationen (Software) für diverse Anwendungen und Systeme. Meist spezialisiert sich ein*e Software Entwickler*in auf gewisse Programmiersprachen und Applikationstechniken.

MOBILE DEVELOPER*IN

Erstellt Mobile-Apps und hat sich als Software Engineer auf dieses Gebiet (Devices und Sprachen) spezialisiert.

Infrastruktur

SERVER ADMINISTRATION

Zuständig für die Server-Verwaltung. Intern in einer Firma oder zusammen mit dem Hosting-Anbieter.

SYSTEM ANALYST

Zuständig für die Konzipierung von digitalen Systemen für Unternehmen. Also welche Technologien, welche Sprachen, Tools und Geräte wie genutzt werden sollen, um eine bessere Performance des Unternehmens zu ermöglichen.

IT SECURITY MANAGER

Zuständig für die Sicherheitsaspekte von Computernetzwerke innerhalb eines Unternehmens.

Doch wie spielen nun diese Berufe miteinander?

Dies schauen wir im nächsten Kapitel an.

Web-Industrie

Als Webdesigner*in ist man eingebettet in ein sich stetig änderndes System. Die Berufsbezeichnungen wandeln genauso wie die Team-Prozesse oder Unternehmensstrukturen. Ganz zu schweigen von der Grafikbranche die total umgekrempelt wird.